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A man playing a computer game

5 Tipps für spielebasiertes E-Learning

Interaktive Programme motivieren Lernende und führen dazu, dass sie sich wichtige Informationen besser merken

Der folgende Artikel, der ursprünglich auf TrainingIndustry.com erschien, präsentiert fünf entscheidende Tipps für spielebasiertes E-Learning und ein erfolgreiches Konzept für E-Learning-Kurse.  

Erfolgreiche Mitarbeiter sind die Grundlage eines erfolgreichen Unternehmens. E-Learning-Kursmaterialien, die Ihre Mitarbeiter zum Lernen motivieren, fördern Produktivität und Leistung am Arbeitsplatz. Lernende lassen sich hervorragend motivieren, wenn Sie Schulungsinhalte spielerisch vermitteln.

Gut konzipierte spielebasierte Kurse bereichern den Arbeitsplatz durch neues Wissen, sind unterhaltsam und motivieren die Mitarbeiter. Durch die Partnerschaft mit einem erfahrenen E-Learning-Anbieter kann die Erstellung von E-Learning-Kursen ganz reibungslos verlaufen. Anbieter von Lokalisierungs­dienstleistungen bieten zudem Unterstützung bei der Entwicklung ansprechender E-Learning-Programme für Mitarbeiter – für jede Kultur und in jeder Sprache.

Lernende mithilfe eines interaktiven Spiels zu motivieren, kann zu Produktivitätssteigerungen anspornen und erlernte Fähigkeiten festigen. Um einen erfolgreichen spielebasierten E-Learning-Kurs zu erstellen, der für die Lernenden sowohl unterhaltsam als auch relevant ist, müssen zentrale Elemente einbezogen und bestimmte Fallstricke vermieden werden.

Für einen maximalen Schulungserfolg sollten Sie die folgenden fünf Tipps beherzigen.

A man playing a computer game

5 Tipps für spielebasiertes E-Learning

1. Entscheiden Sie sich zwischen spielebasiertem Lernen und Gamification von bestehendem Kursmaterial.

Spielebasiertes Lernen (Game-based Learning, GBL) und Gamification ähneln sich zwar, unterscheiden sich aber in einem wichtigen Punkt. Mit Game-based Learning schaffen Sie ein interaktives Erlebnis in einem spielerischen Kontext, für das es konkrete Lernziele und messbare Ergebnisse gibt. Gamification bedeutet hingegen, dass ein Thema mithilfe von Spielelementen oder -mechanik motivierender und unterhaltsamer gestaltet wird.

Durch das Einbinden solcher spielebasierter Elemente (zum Beispiel einer „Drag & Drop“-Aufgabe oder einer Auswahlliste mit Optionen) erfüllt eine Schulung jedoch nicht unbedingt die Kriterien von spielebasiertem Lernen. Spielebasierte Elemente können zu einer höheren Motivation der Teilnehmenden führen. Tatsächliches spielebasiertes Lernen heißt jedoch, dass für die Vermittlung eines neuen Konzepts auch ein ganz neues Gameplay geschrieben sowie eine Strategie inklusive Regeln und Struktur entwickelt wird.

Zahlreiche Faktoren, beispielsweise das angestrebte Schulungsziel oder die Verfügbarkeit von Ressourcen, in die investiert werden muss, können die Entscheidung für einen der beiden Ansätze beeinflussen. Spielebasiertes E-Learning vermittelt Mitarbeitern neue Fähigkeiten in der Regel effizienter, allerdings ist der Investitionsaufwand auch höher. Für einfache Schulungsprogramme ist die Gamification eines vorhandenen Kurses daher möglicherweise besser geeignet.

2. Legen Sie fest, was Sie mit Ihrem Spiel erreichen wollen.

Die Definition klarer Ziele vor der Entwicklung eines Spielkonzepts ist entscheidend dafür, dass Sie die gesetzten Ziele am Ende auch erreichen. Sollen die Nutzer ein neues Thema kennenlernen? Eine neue Fähigkeit erlernen? Bestehende Fähigkeiten vertiefen? Wie schnell kann man sich in der Entwicklung eines unterhaltsamen, interaktiven Spiels verfangen. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, was die Spieler dabei eigentlich lernen sollen.

Bestimmen Sie also neben dem angestrebten Ergebnis auch, wie dieses gemessen werden soll. Sollen die Lernenden gewinnen oder verlieren? Wird ihre Leistung am Ende überprüft, damit festgestellt werden kann, ob sie die neuen Fähigkeiten erfolgreich erlernt haben? Durch die Erarbeitung eines eindeutigen Rahmens für den Lernfortschritt wird es einfacher zu beurteilen, ob der spielebasierte Kurs wirklich zum gewünschten Ergebnis führt.

Lernende mithilfe eines interaktiven Spiels zu motivieren kann zu Produktivitätssteigerungen anspornen und erlernte Fähigkeiten festigen.

3. Integrieren Sie alle zentralen Elemente für spielebasierte Kurse: Spielmechanik, Spiellandschaft, Ziele, Regeln und Komponenten.

Echtes spielebasiertes Lernen muss über die Einbindung einfacher Gamification-Elemente hinausgehen und die folgenden fünf Schlüsselelemente enthalten:

  • Die Spielmechanik legt die Spielabläufe fest. Was passiert beispielsweise, wenn ein Spieler auf eine bestimmte Schaltfläche klickt? Wie entwickelt sich das Spiel und wie wird am Ende das gewünschte Ergebnis erreicht?
  • Die Spiellandschaft bezieht sich auf den räumlichen und zeitlichen Rahmen des Spiels und darauf, wie sich der Lernende während des Spiels darin bewegt.
  • Die Ziele sind der eigentliche Grund dafür, dass das Spiel gespielt wird. Welches Ziel soll der Spieler am Ende erreichen? Sollen im Verlauf des Spiels mehrere Ziele erreicht werden?
  • Die Regeln bestimmen, wie das Spiel funktioniert. Was ist im Spiel möglich? Was passiert, wenn ein Spieler eine konkrete Aktion abschließt? Auf welche Art und Weise kann man gewinnen oder verlieren?
  • Die Komponenten schließlich sind die einzelnen Bestandteile, aus denen sich das Spiel zusammensetzt. Dazu gehören beispielsweise die Spieler, die Charaktere, mit denen die Spieler interagieren, oder Gegenstände, die von den Spielern verwendet werden.
A person using a game controller

4. Setzen Sie Motivatoren sinnvoll ein, und machen Sie das Spiel nicht zu schwer.

Motivatoren können entscheidend dazu beitragen, dass ein Nutzer in einem Spiel das gewünschte Ergebnis erzielt. Stimmen Sie eine solche Figur jedoch unbedingt sorgfältig auf das Zielpublikum des Spiels ab: Stellen Sie sich beispielsweise ein pädagogisches Online-Spiel mit einem Papagei als Maskottchen vor. Bei jeder falschen Antwort krächzt der Papagei und schüttelt seine Federn. Kleine Kinder, die Zielgruppe dieses Spiels, würden möglicherweise eher eine falsche Antwort wählen, selbst wenn sie die richtige Antwort wissen – einfach, um den Papagei krächzen zu hören.

Im Hinblick auf Ihr Zielpublikum und eine geeignete Motivationsfigur sollten Sie bedenken, dass sich spielebasiertes Lernen am besten für kurzfristige Produktivitätssteigerungen eignet und langfristig weniger von Nutzen ist.

5. Achten Sie darauf, ernste Themen nicht zu verharmlosen.

Bei der Entwicklung eines spielebasierten E-Learning-Kurses zu einem ernsten Thema (zum Beispiel Verkehrssicherheit oder Bergbau) müssen der Wunsch nach einem spannenden, interaktiven Spiel und die korrekte Vermittlung einer ernsthaften Thematik ausgewogen sein. Wenn Sie also ein schwieriges Thema angehen, sollten Sie das Programm aus verschiedenen Perspektiven betrachten, um sicherzustellen, dass sich Spieler nicht angegriffen oder beleidigt fühlen.

Bedenken Sie stets, dass sich spielebasiertes Lernen am besten für kurzfristige Produktivitätssteigerungen eignet und langfristig weniger von Nutzen ist. 

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Abhilasha Choudhary
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