SPRACHE AUSWÄHLEN:

Wir feiern den Welttag der Patientensicherheit

Die positiven Auswirkungen der Sicherheit des medizinischen Fachpersonals auf die Sicherheit der Patienten

Patientensicherheit ist ein uraltes Konzept. Dieses Konzept ist in zahlreichen Dokumenten verankert – von den medizinischen Werken der alten Griechen („Bei der Behandlung einer Krankheit gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man hilft dem Patienten oder man fügt ihm keinen Schaden zu“) bis hin zu den medizinischen Standards der heutigen Zeit. Und es unterstreicht das übergeordnete Prinzip und die Grundlage einer hochwertigen Gesundheitsfürsorge. 

Die Gewährleistung der Patientensicherheit geht über das Prinzip, keinen Schaden zuzufügen, hinaus. Das Konzept der Patientensicherheit umfasst viele verschiedene Aspekte: eine sichere und effektive Kommunikation, eine sinnvolle Einbeziehung der Patienten und der Öffentlichkeit zur Verbesserung der Sicherheit im Gesundheitsbereich, eine robuste Patientensicherheitskultur im Gesundheitswesen und die Förderung dieser Kultur durch Forschung, Bildung und Politik. 

Diese Elemente sind entscheidende Bestandteile der Patientenversorgung. Wenn ein Teil fehlt, kann dies tödliche Folgen haben. Laut dem Bericht des Imperial College London zum globalen Status der Patientensicherheit sind bis zu 83 Prozent der Schädigungen vermeidbar.

Mängel in der Patientensicherheit sind häufig auf Fehler zurückzuführen – falsche Diagnosen, Fehler bei der Verabreichung von Medikamenten oder Schreibfehler. Ursache für diese Fehler sind systembedingte Probleme wie beispielsweise der Mangel an qualifizierten medizinischen Fachkräften, die Nichtverfügbarkeit sicherer, wirksamer und bezahlbarer Medikamente, eine schlechte Infrastruktur oder eine unzureichende Kontrolle im Gesundheitswesen. Die Folgen dieser Fehler sind eine enorme wirtschaftliche Belastung und lang anhaltende negative – ja sogar katastrophale – Auswirkungen für die Patienten.

Erschwerend kommt die immer größere Komplexität der Gesundheitssysteme weltweit hinzu, die mit einem größeren Fehlerpotenzial und einer geringeren Transparenz einhergeht. Um der Patientensicherheit ganz klar oberste Priorität im Gesundheitswesen einzuräumen, hat die Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) 2019 eine Resolution für globale Maßnahmen für die Patientensicherheit verabschiedet und den Welttag der Patientensicherheit eingeführt. Mit dieser jährlichen Kampagne bringt die WHA medizinische Fachkräfte, Patienten, Pflegekräfte, Gemeinden, Führungskräfte im Gesundheitswesen und Politiker zusammen und ruft zu vereinten globalen Maßnahmen für eine sicherere Patientenversorgung auf.    

Um den Zusammenhang zwischen der Sicherheit der medizinischen Fachkräfte und der Patientensicherheit deutlich zu machen und Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit der Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu fördern, lautet das Motto des diesjährigen Welttags der Patientensicherheit „Sicherheit des Gesundheitspersonals: eine Priorität für die Patientensicherheit“.  

Angesichts der COVID-19-Pandemie und - Krise ist diese besondere Voraussetzung für die Patientensicherheit zu einem großen Thema geworden. Die Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben sich in dieser schwierigen Zeit mit beispiellosem Einsatz um ihre Patienten und die Gemeinschaft gekümmert. Doch auch wenn es in jüngerer Zeit keine vergleichbare Pandemie gegeben hat, sind die Herausforderungen für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen – die oft unter extrem belastenden Bedingungen oder in einem unsicheren Umfeld, häufig mit zu wenig Personal und hohem Risiko für die eigene körperliche und psychische Gesundheit, arbeiten – nicht neu. Viele Mitarbeitende im Gesundheitswesen haben tagtäglich mit diesen Herausforderungen zu kämpfen, die Pandemie hat die Situation jedoch verschärft. 

Eine Gruppe chinesischer Ärzte aus verschiedenen psychiatrischen Klinikabteilungen hat beispielsweise die psychische Gesundheit der Mitarbeiter im Gesundheitswesen in Wuhan und Umgebung analysiert. Sie fand heraus, dass die Mitarbeitenden in stärker von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Gebieten tendenziell stärker psychisch belastet waren. 

„Insgesamt gaben 50,4 %, 44,6 %, 34,0 % bzw. 71,5 % der Teilnehmer an, Symptome einer Depression, von Angst, Schlaflosigkeit und Verzweiflung zu haben“, erläuterte die Gruppe

Laut WHO wurden die medizinischen Fachkräfte in vielen Ländern als Überträger der Krankheit stigmatisiert, einige wurden attackiert, anderen wurde die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Weg zur Arbeit verweigert und ganze Familien wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Solche Vorfälle stellen nicht nur eine Bedrohung für die Gesundheit der Mitarbeiter im Gesundheitswesen selbst dar, sondern erhöhen auch die Gefahr von Fehlern bei der Patientenversorgung und damit einer Gefährdung der Patienten. 

Das Engagement der medizinischen Fachkräfte in ihren Gemeinschaften angesichts dieser Bedrohungen ist nur ein Grund für Lionbridge, sich der globalen Gemeinschaft anzuschließen und den Welttag der Patientensicherheit zu feiern.  

Als führender Sprachdienstleister für Life Sciences ist Lionbridge stolz auf seine Zusammenarbeit mit Branchenführern,  die sich mit Brücken schlagenden, Barrieren überwindenden Technologien und Services für die Verbesserung der Lebensumstände von Patienten und die Rettung von Menschenleben einsetzen.  Lionbridge dankt allen Ärzten, Krankenpflegern, Forschern, Technikern, Administratoren und allen anderen Mitarbeitern im Gesundheitswesen aufrichtig für ihre Arbeit und alles, was sie jeden Tag für ihre Patienten und deren Familien tun. Vielen Dank, bleiben Sie gesund! 

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Nataliya Volohov
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