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Die Zukunft des Dolmetschens: Interview mit dem Lionbridge-Team für Dolmetschen per Telefon

Wie Sie den passenden Dolmetschdienst für Ihre geschäftlichen Anforderungen finden 

Begegnen Sie Ihren Kunden in jeder Sprache – einfach per On-Demand-Modell

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung weltweit helfen Ihnen Dolmetschdienste, mit Ihren Kunden in Kontakt zu treten, unabhängig davon, wo sich diese befinden oder welche Sprache sie sprechen. Welcher Dolmetschdienst für Sie am besten geeignet ist, hängt davon ab, wie viele Kunden Sie erreichen möchten und um welche Art von Konversation es sich handelt. Vielleicht benötigen Sie Dolmetschdienste per Telefon, um mit einem fremdsprachigen Kunden zu kommunizieren, der sich telefonisch an den Kundenservice wendet. Sie können sich auch für Remote-Simultandolmetschen (Remote Simultaneous Interpretation, RSI) entscheiden. Dies ist sinnvoll, wenn Sie beispielsweise eine virtuelle Veranstaltung oder eine Hybrid-Konferenz mit Teilnehmern vor Ort und online zugeschalteten Teilnehmern abhalten wollen und sofortige Dolmetschdienste in mehreren Sprachen benötigen.

Wie sieht die Zukunft des Dolmetschens aus? Wir haben mit Susan Gryder, Director of Sales für den Bereich Dolmetschen per Telefon, und Jerry Wish, Global Head of Alliances bei Lionbridge, gesprochen.

Wie unterscheiden sich Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen und Dolmetschen per Telefon?

Susan Gryder (SG): Dolmetschen ist ein mündlicher Vorgang, der konsekutiv oder simultan erfolgen kann.

Konsekutivdolmetschen: Beim Konsekutivdolmetschen legen die Sprecher nach zwei bis drei Sätzen eine Pause ein, damit der Dolmetscher den Inhalt in der Zielsprache vermitteln kann. Dabei übersetzt der Dolmetscher in der Regel sowohl in die Zielsprache als auch in die Ausgangssprache.

Simultandolmetschen: Beim Simultandolmetschen können die Sprecher kontinuierlich reden, ohne eine Pause für den Dolmetscher einzulegen. Simultandolmetscher sind besonders geschult. Sie bleiben mit ihrer Übersetzung nur einige Worte oder einen Satz hinter dem, was der Sprecher im Augenblick sagt. Sie dolmetschen das gerade Gesagte simultan.

Diese beiden Formen des Dolmetschens können auf verschiedene Weise in die Praxis umgesetzt werden. Konsekutivdolmetschen kann sowohl im Rahmen eines persönlichen Gesprächs oder in einer kleinen Gruppe als auch in Form von Dolmetschen per Telefon oder per Video stattfinden. Bei großen oder offiziellen Veranstaltungen kommt in der Regel eher das Simultandolmetschen zum Einsatz. Oft gibt es dort einen Sprecher und eine große Gruppe von Zuhörern. Da mehrere Sprachen gleichzeitig gesprochen werden, erfolgt Simultandolmetschen mit Unterstützung von technischer Ausrüstung oder Onlinesoftware, die diese Sprachen voneinander trennt, sodass die Zuhörer die gewünschte Sprache auswählen können.

Jerry Wish (JW): Das Simultandolmetschen für virtuelle Veranstaltungen ist in der Branche sehr wichtig geworden. In der Vergangenheit fanden Unternehmensveranstaltungen zwar größtenteils in Form von Präsenzveranstaltungen statt, allerdings hat es die COVID-Pandemie notwendig gemacht, diese Art des Dolmetschens mit Abstand durchzuführen. Die Möglichkeit des Remote-Simultandolmetschens ist ziemlich wichtig, da es komplett virtuelle oder hybride Veranstaltungen auch langfristig geben wird.

Welche Situationen eignen sich am besten für das Dolmetschen per Telefon?

SG: Dolmetschen per Telefon kommt häufig in Callcenter-Umgebungen zum Einsatz, in denen die Menschen ohnehin telefonisch kommunizieren. Diese Form des Dolmetschens wird auch in Situationen genutzt, in denen es nicht möglich ist, einen persönlich anwesenden Dolmetscher zu beauftragen. Das könnte zum Beispiel eine Notfallsituation sein, auf die Sie nicht vorbereitet waren. Etwa eine Situation im Krankenhaus oder in einem medizinischen Umfeld, die nicht geplant war. Bei jeder Interaktion mit Menschen, die lieber in einer anderen Sprache kommunizieren, können Sie Dolmetschen per Telefon nutzen.

Beim Dolmetschen per Telefon kommt es auf die Qualität des Systems und dessen Telefonieunterstützung an. Nutzer werden nur dann zufrieden sein, wenn die technische Umsetzung eine Umgebung schafft, in der die Dolmetscher gute Arbeit leisten können.

Was sind die Vor- und Nachteile des Remote-Simultandolmetschens?

SG: Mithilfe von Remote-Simultandolmetschen ist es möglich, Dolmetschdienste in mehreren Sprachen anzubieten, wenn sich die betreffenden Personen nicht alle an demselben Ort befinden. Auch hier wird Technologie genutzt, die eine Trennung der Sprachkanäle und damit das Simultandolmetschen ermöglicht. Mit dieser Lösung wird es auch in der Zeit nach der COVID-Pandemie möglich sein, Veranstaltungen in Form einer Kombination aus Präsenz- und Onlineveranstaltung abzuhalten. Ob beim Dolmetschen vor Ort oder beim Remote-Simultandolmetschen – für Dolmetscher kommt es vor allem auf eines an: Sie müssen die Sprecher gut hören und idealerweise auch gut sehen können. Eines der Geheimnisse des Simultandolmetschens ist die starke visuelle Komponente dabei. Da die Dolmetscher schnell arbeiten müssen, ist es für reibungsloses und präzises Dolmetschen äußerst hilfreich, wenn sie die Sprecher sehen können.

JW: Bei vielen Diensten in Unternehmen und Behörden wird vorausgesetzt, dass alle dieselbe Sprache sprechen. Etwa bei Kundenservice-Helpdesks, der Hotline einer Behörde, auf Konferenzen oder großen Messen. In Wirklichkeit sprechen aber nicht alle dieselbe Sprache. Die Unternehmen erkennen zunehmend, dass virtuelle Technologien eine äußerst effiziente Möglichkeit bieten, eine Vielzahl von Menschen mit Informationen zu versorgen. Die Anbieter von Remote-Simultandolmetschdiensten unterstützen mittlerweile jeden Monat Tausende von wichtigen virtuellen Veranstaltungen. In der Regel stellen sie dabei sicher, dass die Kommunikation in einer einzigen Sprache abläuft. Es ist unsere Aufgabe, eine Konversation zu ermöglichen, die auch mehrsprachig ablaufen kann.

A woman speaking on a headset

Wie funktionieren Untertitel in Echtzeit und für welche Situationen sind sie am besten geeignet?

JW: Untertitel sind für Menschen gedacht, die die Sprache nicht sprechen, in der die Inhalte ursprünglich erstellt wurden, oder die schwerhörig sind. Interessanterweise gibt es heutzutage auf dem Markt Anbieter von Untertitelungen und unabhängig davon Anbieter von Remote-Simultandolmetschdiensten. Wir rechnen mit einer Verschmelzung dieser Lösungen, da solche Veranstaltungen nach der ursprünglichen Übertragung oft erneut ausgestrahlt werden. Es ist ziemlich wichtig, für alle, die sich die Veranstaltung im Nachhinein ansehen, Untertitel anbieten zu können.

SG: Angesichts dieser neuen Technologien und Konzepte ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Sprachdienstleister ausführlich darüber sprechen, wer Ihre Zielgruppe ist und was Sie erreichen wollen. Ihr Sprachdienstleister muss Ihnen helfen, genau die richtige Art von Dolmetschdienst für Ihren konkreten Anwendungsfall zu finden.

Welche Rolle spielen maschinelle Übersetzungen und KI Ihres Erachtens beim Dolmetschen?

SG: Sie werden eine immer größere Rolle spielen, doch ich habe den Eindruck, dass es sich hier im Wesentlichen nur um einen anderen Anwendungsfall handelt. In einigen Fällen ist damit eine schnellere und umfassendere Übersetzung als beim Simultandolmetschen möglich, je nachdem, welche Inhalte gedolmetscht werden. Doch qualitativ hochwertige Simultandolmetschdienste sind nicht ohne die menschliche Komponente denkbar. Sie sorgt für eine angenehme Erfahrung – sowohl für Sprecher als auch für Zuhörer. Maschinelle Übersetzung ist Teil eines immer größer werdenden Instrumentariums, das im Laufe der weiteren Entwicklung bei Meetings zum Einsatz kommen wird. Dabei werden sich die unterschiedlichen Lösungen nicht einfach nur ersetzen. Auf lange Sicht werden sich größere Auswahlmöglichkeiten ergeben, die es Ihnen erlauben, sich für die am besten geeignete Option für Ihren konkreten Anwendungsfall zu entscheiden.

Welche Trends beobachten Sie zurzeit im Dolmetschbereich? Welche Herausforderungen sehen Sie?

SG: Ein Trend, der gleichzeitig auch eine Herausforderung darstellt, ist die Tatsache, dass in immer mehr Sprachen gedolmetscht wird. Früher gab es eine primäre Auswahl von Sprachen, in die gedolmetscht wurde, alle anderen waren zweitrangig. Heute erwarten Kunden dieselbe Qualität, Ausbildung und Fachkenntnis, unabhängig davon, um welche Sprache es sich handelt. Das ist wirklich eine Herausforderung für die Sprachdienstleister und auch für die Dolmetscher, insbesondere wenn sie für weniger gängige Sprachen zuständig sind. Sie müssen eine gründliche Ausbildung erhalten, da dieselben hohen Erwartungen an sie gestellt werden wie bei gängigeren Sprachen.

JW: Sie können sich gesprochene Sprache oder Dolmetschen einfach als weiteren wichtigen Baustein einer Strategie für eine kanalübergreifende Kundenerfahrung vorstellen. In der Vergangenheit wurde alles getrennt voneinander gehalten. Die Dolmetschlösungen waren getrennt von den Übersetzungslösungen wie maschineller Übersetzung oder GeoFluent. Dolmetschen per Telefon kann heute Bestandteil einer umfassenderen Kundenerfahrung werden. Wir möchten Dolmetschen per Telefon insbesondere für Unternehmen zugänglich machen, die in die digitale Transformation investieren – aktuell ein riesiger Trend. Diese Unternehmen wünschen sich Strategien für kanalübergreifende Kundenkontakte. Das schließt beispielsweise Facetten wie textbasierte Chats, Chatbots, Wissensdatenbanken, E-Mail, Messaging und gesprochene Sprache mit ein. Besonders die Einbindung von gesprochener Sprache wird in der Zukunft eine große Rolle spielen.

SG: Hinter der kanalübergreifenden Strategie steht eine gemeinsame Wissensgrundlage. Auf der Übersetzungsseite wird eine maßgeschneiderte, markenspezifische maschinelle Lösung erforderlich sein, die die Botschaft des Unternehmens vermitteln kann. Beim Dolmetschen per Telefon oder Remote-Simultandolmetschen müssen die Dolmetscher in der Lage sein, die Sprache der Marke zu sprechen. Kenntnisse über das Unternehmen und seine Marke, seine Prioritäten und Terminologie sollten bei all diesen Arten von Sprachdienstleistungen gleichermaßen vorhanden sein.

A man speaking on a headset

Wie sehen Sie die Zukunft des Dolmetschens?

SG: Ich habe immer wieder Anrufe von Leuten bekommen, die fragten, ob wir einen dieser Universalübersetzer wie bei Star Trek hätten. Wir haben damals noch darüber gelacht, doch heute geht die Entwicklung genau in diese Richtung! Gleichzeitig besitzen Dolmetschen und Übersetzen jedoch auch eine menschliche Komponente. Ich denke nicht, dass es bald keine Dolmetscher und Übersetzer mehr geben wird. Ich sehe sie eher als Experten, die vorhandene Technologie nutzen, um eine wirklich individuelle und präzise Spracherfahrung zu bieten.

JW: Es wird stets einen wachsenden Markt für reines Dolmetschen per Telefon geben, insbesondere in traditionellen Branchen und im öffentlichen Sektor, wo lediglich Kerndienstleistungen benötigt werden. Bei einem kanalübergreifenden Konzept dagegen muss auch die gesprochene Sprache in einen Kontext gestellt werden, um Unternehmen und Behörden bei der digitalen Transformation wirkungsvoll zu unterstützen. Sprache muss mit diesen anderen Kanälen in Verbindung gebracht werden und zur Gesamtstrategie gehören.

Wie erfüllt Lionbridge die Anforderungen der Kunden im Bereich des Dolmetschens?

SG: Die Mitarbeiter von Lionbridge holen den Kunden genau dort ab, wo er sich gerade befindet, und bieten ihm die benötigte Sprachkompetenz. Manche brauchen Dolmetschdienste per Telefon, andere eine Kombination aus Dolmetschen per Telefon und Textübersetzung in Echtzeit. Manche haben höhere Anforderungen und benötigen Remote-Simultandolmetschdienste für ein großes Meeting. Wir unterstützen sie auf dem gesamten Weg dorthin. Mit zunehmender Weiterentwicklung und Veränderung der Technologie werden sich auch unsere Technologien und Supportmöglichkeiten weiterentwickeln und verändern. Wir möchten eine hochwertige Spracherfahrung bieten, unabhängig davon, in welcher Form die Sprachdienstleistung erfolgt.

Die Vorteile

Lionbridge verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung und bietet Dolmetschdienste per Telefon in über 380 Sprachen. Kontaktieren Sie uns noch heute, um Dolmetschdienste in Ihren Plan für die digitale Transformation aufzunehmen und mehr über unsere Angebote zu erfahren.

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Christy Kuesel
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