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Pharmasektor im Wandel: Die Bedeutung der Patientenaufklärung

So sorgen Pharmaunternehmen dafür, dass Medikamente wie vorgesehen eingenommen werden

Dies ist der dreizehnte Artikel der Lionbridge Disruption Series, einer Sammlung von Beiträgen von Life-Sciences-Experten über die Veränderungen in der Branche aufgrund der Coronakrise.

Die Investitionen der Pharmaunternehmen in die Medikamentenpipeline

Schon lange bevor Pharmasponsoren ihre erste Tablette oder Spritze auf den Markt bringen, sind erhebliche Investitionen in ihre Produkte erforderlich. Die Kosten für klinische Studien belaufen sich dabei im Durchschnitt auf mehr als USD 40.000 pro Teilnehmer. Phasen wie die behördliche Medikamentenfreigabe, Einwilligungserklärungen, Datenintegrität und Social Listening gewährleisten, dass Medikamente zum Zeitpunkt ihrer Markteinführung sowohl sicher als auch wirksam sind.

Wie jedoch aus einem kürzlich von Pharmavoice durchgeführten Webinar hervorging, nehmen sich medizinische Fachkräfte im Durchschnitt gerade einmal sechs Minuten Zeit, um Patienten über die Medikamenteneinnahme aufzuklären. Darüber hinaus sind 60 % der medizinischen Fachkräfte, die Behandlungen verschreiben, welche Selbstinjektionen von Medikamenten beinhalten, mit der Qualität der angebotenen Schulungen nicht zufrieden. 

Hand aufs Herz: Lesen Sie sich wirklich immer alle Anweisungen zu einer neuen Verschreibung durch? Dieser umständlich gefaltete Beipackzettel landet doch oftmals direkt im Papierkorb. Im papierlosen Zeitalter müssen Pharmaunternehmen eine bessere Möglichkeit finden, wie sie die Anweisungen an den Patienten bringen können.

Warum ist die Patientenaufklärung wichtig?

Medizinische Informationen zu behalten, fällt uns manchmal schwer – insbesondere, wenn wir während des Arztbesuchs mit den Gedanken woanders sind. Und wir müssen uns diese Informationen nicht nur merken, sondern sie auch verstehen und nachvollziehen können, damit wir die Anweisungen befolgen

Allzu oft erhalten Patienten zur Verschreibung einer neuen Behandlung nur eine kurze Erklärung darüber, wie die Medikamente verabreicht werden – selbst in Fällen, in denen sie sich diese selbst injizieren müssen. Ohne weitere Erinnerungen oder Hinweise geraten wichtige Schritte oder Spezialfälle bezüglich der Einnahme schnell in Vergessenheit. Umfassende und einprägsame Unterweisungen können das Risiko einer falschen Anwendung reduzieren und die Sicherheit für den Patienten und das Verfahren insgesamt erhöhen.

Wie können Pharmaunternehmen Patienten schulen?

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie findet die Gesundheitsversorgung verstärkt remote statt. Die Vorstellung, wieder in die Praxen zurück zu müssen, klingt für Patienten immer weniger verlockend. Digitale oder gedruckte Unterlagen dienen als Referenzen, die keinen räumlichen oder zeitlichen Einschränkungen unterliegen. Mit Grafiken und gut übersetzten Anweisungen (in Text- oder Videoform) lassen sich Sprachbarrieren überwinden.

Viele Patienten suchen bereits selbst nach Videos, um die Anweisungen von Gesundheitsdienstleistern zu präzisieren: Denken Sie nur einmal an die unzähligen Anleitungsvideos zum Fädenziehen auf YouTube. Pharmaunternehmen können hier ihre eigenen Inhalte bereitstellen: umfangreiche Schulungsvideos, die Patienten über einen Barcode selbst aufrufen können. Darüber hinaus lassen sich in Telegesundheitsanwendungen bereits Schulungslinks oder -videos hochladen, die umständliche Informationsbroschüren überflüssig machen. 

Selbst neuere Technologien wie Augmented Reality können in Schulungssystemen zum Einsatz kommen. Zusammengenommen können diese Optionen die Patientenerfahrung optimieren und zu besseren Kenntnissen über das Verfahren verhelfen. Dies wirkt sich letztlich positiv auf die Ergebnisse aus. 

Im Kontext dieser Entwicklung ist es unabdingbar, dass die neuen Kommunikationsmittel in der Muttersprache des Patienten verfügbar sind. Eine medizinisch korrekte und wissenschaftlich überzeugende Übersetzung und Transcreation ist detailliert und klar verständlich, wenn sie fachgerecht ausgeführt wurde.

Das Lionbridge-Team verfügt über umfangreiche Erfahrung damit, medizinische Informationen auf eine Weise bereitzustellen, die Patienten motiviert und für ein höheres Engagement sorgt. Haben Sie eigene Ideen oder Fragen zu diesem Thema? Setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

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Mark Aiello
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