Lokalisierung in Nischensprachen

Wer Chancen nutzen will, muss die Risiken kennen.

Zuletzt aktualisiert am: März 19, 2020 8:28AM

Immer mehr Unternehmen erkennen, wie wichtig ist es, Kunden auf der ganzen Welt in ihrer bevorzugten Sprache anzusprechen. Laut einer von Common Sense Advisory (CSA) 2014 durchgeführten Umfrage kaufen 75 % der Kunden auf der ganzen Welt eher Produkte, die ihnen in ihrer Muttersprache vorgestellt werden. Sogenannte „Nischensprachen“ (oder „weniger lokalisierte Sprachen“) bilden da keine Ausnahme. Mit der Lokalisierung in Nischensprachen können Sie Ihre Markenreichweite über die klassischen Märkte hinaus erweitern. Sie ist jedoch auch mit gewissen Risiken verbunden.

Daher ist es wichtig, mit einem Sprachdienstleister zusammenarbeiten, der im Umgang mit diesen Risiken vertraut ist. Mit mehr als 20 Jahren Branchenerfahrung verfügt Lionbridge über das erforderliche Know-how, ihre Botschaft in mehr als 300 Sprachen und Variationen zu vermitteln, egal ob weit oder weniger weit verbreitet.

 

Was ist eine Nischensprache?

Der Begriff „Nische“ verweist auf die Tatsache, dass einer geringen Anzahl von Sprachen unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit zuteilwird, wenn Unternehmen ihre Angebote übersetzen und lokalisieren, derweil andere Sprachen kaum berücksichtigt werden.

Der Begriff „Nische“ kann jede „weniger häufig lokalisierte“ Sprache verschiedenster Größen rund um den Globus und bezeichnen. Denken Sie nur an Blackfoot, eine indigene Sprache in Nordamerika mit 2.920 Sprechenden. Bengali hingegen ist die weltweit am siebthäufigsten gesprochene Sprache. Beide Sprachen gehören nicht zu den 50 am häufigsten lokalisierten Sprachen.

Aufgrund ihrer großen Anzahl und Vielfalt ist die Lokalisierung in Nischensprachen eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe. Für diese spezifischen Herausforderungen sind ein außergewöhnliches Projektmanagement und Fachexperten gefragt. Eine Partnerschaft mit Lionbridge bietet Ihnen genau das. So reduzieren Sie die Risiken auf ein Minimum und können Ihre Chancen besser nutzen.

 

Warum sollten Sie in Nischensprachen lokalisieren?

Der Eintritt in noch unerschlossene Märkte bietet Ihnen viele Möglichkeiten.

  • Vorreitervorteil: Diese weniger häufig lokalisierten Märkte sind von Ihren Wettbewerbern noch weitgehend unberührt. Damit bietet sich Ihnen die Möglichkeit, feste Beziehungen in diesen nahezu unerschlossenen Märkten aufzubauen.
  • Tor zu anderen Märkten: Wenn Sie in eine neue Sprache lokalisieren, können Sie mit einer deutlich größeren Gemeinschaft kommunizieren, die dieselbe Sprache spricht. Typisches Beispiel: Swahili hat sich auf dem afrikanischen Kontinent zu einem universellen Kommunikationsmittel entwickelt. Wenn Sie in diese Sprache mit ihren 16 Millionen Muttersprachlern lokalisieren, erreichen Sie gleichzeitig 82 Millionen weitere Afrikaner, die Swahili als Zweitsprache sprechen.
  • Höherer Umsatz: Laut CSA wird Englisch als Lingua franca zwar immer wichtiger, doch kaufen 60 % der Kunden auf der ganzen Welt nur selten oder niemals Produkte auf rein englischsprachigen Websites. Stellen Sie Ihren Kunden Material in ihrer bevorzugten Sprache bereit, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sie Ihr Produkt verstehen und letztendlich kaufen werden.

 

Wo liegen die Risiken?

Angesichts der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Lokalisierung in Nischensprachen machen nur wenige Unternehmen diesen Schritt. Wenn Sie diese Herausforderungen erkennen und wissen, wie Sie damit umgehen müssen, können Sie die Risiken minimieren. Darüber hinaus schaffen Sie sich die Möglichkeit, mit hoch spezialisierten Kundenstämmen in Verbindung zu treten. Im Folgenden finden Sie einige zentrale Risiken, die mit der Lokalisierung in Nischensprachen verbunden sind:

Mangel an einschlägiger Terminologie

Ein wesentliches Risiko, das bei der Lokalisierung in Nischensprachen zu berücksichtigen ist, besteht in der sprachlichen Fähigkeit der Sprache selbst. Wenn Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung neu auf dem Markt ist, kann es sein, dass das entsprechende Branchenvokabular noch gar nicht entwickelt wurde. In diesem Fall muss die Terminologie aus einer anderen Sprache übernommen oder vollständig neu entwickelt werden. Für Swahili musste mit der Entwicklung neuer Technologien Anfang der 2000er-Jahre neue Terminologie gefunden werden. Wörter wie „log-off“ und „log-on“ wurden für dieses neue Computervokabular festgelegt. Diese Entwicklung von Lehnwörtern ähnelt der Verwendung von Technologiebegriffen wie „E-Mail“ und „Computer“. Diese werden in vielen Sprachen einfach in ihrer englischen Form übernommen und nicht in neue Wörter übersetzt.

Fehlen von lokalen Übersetzern

Die Suche nach lokalen Übersetzern wird von Faktoren wie Durchschnittsalter und -größe sowie Alphabetisierungsgrad einer Bevölkerung beeinflusst. Beispielsweise sprechen rund sieben Millionen Menschen Quechua, ein Großteil davon kann diese Sprache jedoch nicht schreiben. Angesichts dieser Herausforderungen kann Lionbridge Partnerschaften mit lokalen Universitäten und Sprachinstituten eingehen, um Projekte erfolgreich durchzuführen.

Technische Einschränkungen

An einigen entlegenen Standorten gibt es kaum oder gar keinen Internetzugang. In Nigeria mussten Mitglieder der Übersetzercommunity von Lionbridge jede Woche hunderte von Kilometern zurücklegen, um Informationen auszutauschen und bei Übersetzern Dateien abzuholen. Diese Einschränkungen müssen Übersetzungsunternehmen bei ihrer Lokalisierungsstrategie berücksichtigen. Nur so können sie den Workflow optimieren und die Qualität des Produkts sichern.

Schwierige Umweltbedingungen

Gelegentlich ist die Arbeit in Ländern mit weniger lokalisierten Sprachen auch mit gewissen Umweltrisiken verbunden. So kann die politische Situation in diesen Ländern instabil sein oder es fehlt nach einer Naturkatastrophe die erforderliche Infrastruktur für den Wiederaufbau. Wenn Sie diese Risiken kennen und eine entsprechende Strategie entwickeln, steht einer erfolgreichen Lokalisierung und einem Eintritt in diese neuen Märkte nichts mehr im Wege.

 

Wie kann ein Sprachdienstleister diese Risiken minimieren?

Ein guter Sprachdienstleister ist kreativ und verfügt über umfassende Erfahrungen im Risikomanagement. Diese vier Punkte sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie herausfinden möchten, ob ein Sprachdienstleister mit den Risiken im Zusammenhang mit der Lokalisierung in Nischensprachen umzugehen weiß:

1. Umfassende Erfahrungen

Kann der Sprachdienstleister eine Erfolgsbilanz zu Lokalisierungsprojekte in Nischensprachen vorweisen?

2. Globale Reichweite

Verfügt der Sprachdienstleister über ein umfassendes Netzwerk an Übersetzern und Lokalisierungsexperten in Ihrem Zielmarkt?

3. Außergewöhnliches Projektmanagement

Verfügt der Sprachdienstleister über interne Projektmanagementteams, die auf alle Herausforderungen vorbereitet sind? Die mit der Lokalisierung in Nischensprachen verbundenen Risiken machen das Auftreten von Problemen wahrscheinlich. Arbeitet der Sprachdienstleister vorausschauend und verfügt er über die erforderlichen Protokolle?

4. Erstklassige Technologie

Kann der Sprachdienstleister die erforderlichen Hilfsmittel und Schulungen bereitstellen, um trotz der Risiken hohe Qualität und effiziente Übersetzungen zu ermöglichen?

 

Wie kann Lionbridge Ihnen helfen?

Erfahrung. Fachwissen. Reichweite. Diese Vorteile und unsere hochentwickelte Technologie machen Lionbridge zum idealen Partner für die Lokalisierung in Nischensprachen. Seit 1996 bieten wir Übersetzungsdienste für mehr als 300 Sprachen an. Ganz gleich, welchen Zielmarkt Sie erreichen möchten – wir haben die Risiken bereits bewertet und können eine Lösung finden. Lesen Sie, wie wir Canon erfolgreich bei der Lokalisierung in 55 Märkten unterstützt haben.

 

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VERFASSER
Sophia Eakins and Kajetan Malinowski