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Sollten Sie Ihre Markenvideos lokalisieren?

Bewährte Verfahren für die Multimedia-Lokalisierung

Unter den verschiedenen Marketing-Formaten sind Videos besonders nützlich, wenn es darum geht, Zielgruppen in verschiedenen B2B- und B2C-Märkten zu erreichen. Nehmen Sie etwa diese statistischen Daten:

  • Videos in sozialen Medien sind beim Erreichen von Marktanteilen um 1.200 % effektiver als Bilder und Text zusammen.
     
  • Marketingstrategien, die Videos verwenden, generieren Umsätze um 49 % schneller und erzielen um 41 % mehr Webdatenverkehr als Strategien ohne Videos.
     
  • 70 % der Marketingverantwortlichen sind der Auffassung, dass Videos schneller zu gewünschten Ergebnissen führen als andere Medien.
     
  • 64 % der Viewer neigen nach dem Ansehen eines Videos eher zu einem Kauf.
     
  • 65 % der Führungskräfte besuchen nach dem Ansehen eines Videos die Website eines Anbieters. 39 % rufen den Anbieter direkt an.
     

Videos werden täglich von immer mehr Marken verwendet. Etwa 87 % der Unternehmen verwenden Videos für Marketing-Zwecke –  2018 waren dies noch 81 % und 2017 nur 63 %. Dieser Trend wird sich so bald nicht verlangsamen. Dies führt zu einer wichtigen Frage für Marketingverantwortliche in der ganzen Welt: Werden ihre Videos auch auf ausländischen Märkten erfolgreich sein? Und was kann man besser machen, wenn dies nicht der Fall ist?

Argumente für die Multimedia-Lokalisierung

Multimedia-Kampagnen können auf neuen Märkten auch ohne Lokalisierung gestartet werden. Das einfachste Verfahren besteht darin, die Dialoge zu übersetzen und Untertitel oder ein Skript hinzuzufügen, dass den Betrachtern dabei hilft, dem Video zu folgen. Aber warum sollten sie dies tun?

Nicht lokalisierte Multimedia-Inhalte führen oft dazu, dass das Produkt die Zielgruppe nicht so gut anspricht wie das Original-Video. Eine Lokalisierung sorgt für effektivere Videos, die kulturell relevante Sprache verwenden und lokale Gegebenheiten berücksichtigen. So werden Videoinhalte relevant für Konsumenten in neuen Märkten, während Aussage und Stimmung des ursprünglichen Videos erhalten bleiben.

Videos wecken Emotionen.

Marketingpsychologen haben festgestellt, dass Emotionen Kaufentscheidungen mehr beeinflussen als rationale Argumente. Videos sind ein durch und durch emotionales Format.

Unser Gehirn reagiert auf Inhalte, die wir hören oder sehen, genau wie auf Situationen des alltäglichen Lebens. Unser rationaler Verstand weiß natürlich, dass das, was wir sehen, nicht real ist, unsere Instinkte reagieren aber dennoch emotional darauf. Wir versetzen uns in die Figuren auf dem Bildschirm und empfinden ihnen nach – auch wenn es dabei nur darum geht, ein wirklich gutes Produkt zu finden.

Damit Markenanbieter dies für sich nutzen können, müssen ihre Marketinginhalte auf ihre Zielgruppen zuschneiden. Die Botschaft muss an die Werte und das kulturelle Verständnis der Zielgruppe angepasst sein, damit sie dort gut ankommt.

Eine reine Übersetzung befasst sich nur mit der gesprochenen Sprache – effektive Kommunikation besteht aber aus viel mehr als nur Worten. Ein Beispiel: Ein Werbevideo, das die Zuseher dazu auffordert, sich von der Masse abzuheben, passt nicht zu einer eher „kollektivistischen“ Kultur, in der das Gemeinwohl einen höheren Stellenwert hat als individueller Erfolg.

Mit Multimedia-Lokalisierungen können Marken bestimmte Zielgruppen ganz gezielt erreichen.

Lokalisierungen sorgen für mehr Interaktivität.

Lokalisierungen helfen Marketinganbietern dabei, die interaktiven Möglichkeiten von Videos für sich zu nutzen. Ob Sie ein Schulungsvideo benötigen, um die Inhalte und Werte Ihres Unternehmens zu erläutern, oder ob es um ein Anleitungsvideo zu Ihrem neuesten Produkt geht: Sie erwarten, dass das Video die Betrachter zum Handeln anregt.

Wenn Sie Ihre Inhalte durch Lokalisierung besser auf die Zuschauer abstimmen, werden diese eher darauf reagieren und so handeln, wie Sie es wünschen.

Lokalisieren von Videos

Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Multimedia-Inhalte zu lokalisieren, ersparen Sie sich viel Mühe, wenn Sie die folgenden Dinge beachten:

Beginnen Sie früh.

Produzieren Sie das Video in der Ausgangssprache bereits mit Hinblick auf die spätere Lokalisierung, insofern dies möglich ist. Verwenden Sie so wenig kulturspezifische Elemente wie möglich oder verzichten Sie ganz darauf. Dies betrifft On-Screen-Texte und Skripts sowie Sets, Grafiken und Casting.

Geben Sie Ihrem Lokalisierungsteam so viel Material wie möglich an die Hand.

Damit das fertige Produkt zur Identität Ihrer Marke passt, sollten Sie Ihren Lokalisierungsexperten die Materialien zur Verfügung stellen, die sie brauchen, um Ihr Projekt effektiv und effizient bearbeiten zu können. Dazu gehören alle Skripts für das Video in der Originalsprache sowie:

  • Style Guides, die dem Lokalisierungsteam dabei helfen, den charakteristischen Stil Ihrer Marke zu wahren.
     
  • Glossare und Ausspracheinformationen für alle unternehmens- oder branchenspezifischen Ausdrücke. (Sprachprofis wissen sehr viel, aber natürlich nicht alles.)
     
  • Markenrichtlinien, die die Philosophie und Botschaft Ihrer Marke erläutern. Ihr Lokalisierungsteam wird Änderungen vornehmen müssen, damit Ihre Inhalte zu den kulturellen Werten des Zielmarktes passen.
     

Je mehr Informationen Sie über Ihre Marke zur Verfügung stellen, desto besser wird das Endergebnis mit Ihren anderen Inhalten zusammen passen.

Unterscheiden von Synchronisation, Voiceover und Untertiteln

Für manche Videos sind lokalisierte Voiceovers, die über die Dialoge der Originalsprache gelegt werden, am besten geeignet. Dies funktioniert am besten, wenn der jeweilige Sprecher nicht auf dem Bildschirm zu sehen ist.

Bei moderner Synchronisierung wird das Original typischerweise in den Hintergrund abgeblendet und von den lokalisierten Inhalten überlagert. Da die Originalsprache noch leicht zu hören ist, wirkt das Endergebnis nicht so unnatürlich, wie es bei der vollständigen Synchronisierung oft der Fall ist.

Eine weitere Möglichkeit sind Untertitel zu den gesprochenen Inhalten, unabhängig davon, ob die Sprecher zu sehen sind oder nicht. Wenn Sie dieses Verfahren wählen, sollten Sie auf Probleme der Synchronizität achten, da manche Sprachen mehr Zeit (und Raum) als andere benötigen, um den gleichen Gedanken auszudrücken. Schließlich wollen Sie, dass der Audioinhalt zu den angezeigten Inhalten passt, auch wenn diese länger als das Original sind.

Ein letzter Punkt

Obwohl es theoretisch möglich ist, ein Video auch ohne Lokalisierung in neuen Märkten zu verwenden, erreichen Sie Ihre Zielgruppe durch eine gute Lokalisierung deutlich besser. So machen Sie neue Kunden auf sich aufmerksam und stärken bereits bestehende Beziehungen.

Wir bei Lionbridge verfügen über die Erfahrungen und das kulturelle Verständnis, um dies möglich zu machen. Rufen Sie uns noch heute an, um zu erfahren, was wir für Sie tun können.

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