Was ist E-Learning? Wesentliches zu Vorteilen und Tools

Zuletzt aktualisiert am: Oktober 15, 2019 7:09AM

Vorteile von E-Learning

Ein immer größerer Teil von Fort- und Weitbildungsmaßnahmen erfolgt in Form von Online-Trainings und digitalen Seminaren. Die E-Learning-Branche wächst weltweit und boomt auch in Deutschland. Die Bandbreite der angebotenen Schulungen und Kurse reicht dabei von firmeninternen Compliance-Trainings bis zu beruflichen Zusatzqualifikationen.

Im Gegensatz zu klassischen Fortbildungen, die die Anwesenheit der Teilnehmer erfordern, ist E-Learning zeit- und ortsunabhängig und lässt sich so besser in den Arbeitsalltag integrieren. In der Regel muss nicht einmal eine Software auf dem eigenen Computer installiert werden. Alle Inhalte sind im Internet jederzeit verfügbar. Das Lerntempo lässt sich individuell anpassen, das Wiederholen oder Vertiefen von Themenmodulen ist problemlos möglich.

Wie können aber Firmen digitales Lernen effektiv für das Training ihrer Mitarbeiter einsetzen? Und für welche Lerninhalte eignet sich Online-Learning besonders? Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr über die Vorteile von E-Learning und darüber, welche E-Learning-Tools sich zur Schulung Ihrer Angestellten anbieten.

Was ist E-Learning?

Der Begriff „E-Learning“ bedeutet so viel wie elektronisches Lernen. Dahinter verbirgt sich eine ganze Reihe von unterschiedlichen Lerntechnologien, die alle gemeinsam haben, dass sie multimediale Elemente verwenden bzw. computergestützt funktionieren. Am häufigsten sind folgende Formen anzutreffen:

  • Web-basiertes Training: Beim web-basierten Training greift der Nutzer auf Inhalte im Netz zu und kann seinen Lernprozess zeitlich flexibel gestalten. Der Austausch mit Tutoren und Mitlernenden ist in der Regel möglich, wenn auch meist schriftlich und zeitversetzt.
  • Webinare: Webinare sind interaktive Seminare, die im Internet live stattfinden. Rückfragen können sofort beantwortet und Einwände mit allen Teilnehmern diskutiert werden. Mit zunehmender digitaler Vernetzung ist es problemlos möglich, sich von überall in ein Webinar einzuloggen. Webanwendungen wie Google Hangouts sind browserbasiert und erlauben die Teilnahme an einem Webinar einfach durch den Klick auf einen Link.
  • Virtuelles Klassenzimmer: Virtuelle Klassenzimmer sind Computerprogramme, die Ähnlichkeit mit Webinaren haben. Den Beteiligten werden allerdings mehr Funktionen, Tools und Möglichkeiten zur Interaktion zur Verfügung gestellt, z. B. Audiokonferenz-Software, Text-Chats oder interaktive Whiteboards.
  • Video-basierte Inhalte: Videoclips mit Lerninhalten sind im Internet weit verbreitet. Neben YouTube gibt es viele Websites, auf denen Lernvideos zu den verschiedensten Gebieten gratis oder kostenpflichtig angeboten werden. Größere Unternehmen erstellen Lernvideos für ihre Mitarbeiter auch oft selbst. Videos eignen sich für Anleitungen, Infoclips oder die Vermittlung von Hintergrundwissen. Da sie nicht interaktiv sind, ist ihr Anwendungsgebiet jedoch begrenzt. Wissen, das später abgefragt oder nachweisbar vom Zuschauer erlernt werden soll, kann von Videos nicht ideal vermittelt werden.
  • Podcasts: Podcasts sind Audio- oder Video-Sendungen, die regelmäßig veröffentlicht werden. Im Unternehmensalltag können sie für aktuelle News oder Hinweise genutzt werden.
  • Lern-Apps: Lern-Apps sind kleine Programme, die auf dem Smartphone oder Tablet installiert werden. Sie sind zum Lernen von Fremdsprachen beliebt, können aber für alle möglichen Themengebiete verwendet werden. In den letzten Jahren hat es sich zu einem Trend entwickelt, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Wissen spielerisch vermitteln, z. B. mit Quiz-Apps. So können sich Kollegen miteinander messen, was das Wir-Gefühl steigert, und sich gleichzeitig wichtige Informationen aneignen.

Für Ihr Unternehmen stehen damit eine ganze Reihe von E-Learning-Optionen zur Verfügung. Welche Lernmethode ist aber für Ihre Mitarbeiter und Ihren Content am besten geeignet?

Welche Weiterbildung ist sinnvoll?

Natürlich hängt es von der der Branche ab, welche Bedeutung E-Learning für ein Unternehmen hat. Trotzdem ist das Potenzial von E-Learning für die betriebliche Weiterbildung in praktisch allen Industriezweigen enorm. Ein reiner Online-Lehrgang kann aber die Einarbeitung durch Kollegen oder den Erfahrungsaustausch in Seminaren kaum ersetzen.

Viele Unternehmen entscheiden sich daher für Lösungen, die sogenanntes Blended Learning beinhalten. Bei diesem gemischten Lernen werden digitale Lerninhalte mit Präsenzveranstaltungen, Ausflügen, Trainingssessions und vielem mehr kombiniert. So wird eine ideale Lernatmosphäre geschaffen, in der der Erfolg der Teilnehmer nicht nur von deren eigener Motivation abhängt.

Die Grenzen des E-Learnings waren bisher die Vermittlung von handwerklichen Fähigkeiten oder die Einarbeitung an Maschinen. Die Technologie holt aber auch in diesen Bereichen auf. Die Möglichkeiten von virtueller Realität werden schon jetzt von Unternehmen für Fortbildungen eingesetzt.

Bei der Erarbeitung von Fort- und Weiterbildungen sollte die Identifizierung von Kompetenzlücken bei den Mitarbeitern im Vordergrund stehen. Bestehen Schwierigkeiten bei der Bedienung einer neuen Software? Wurden neue Arbeitsprozesse noch nicht verinnerlicht? Erst wenn solche Fragen für die verschiedenen Abteilungen und Führungsebenen abschließend geklärt wurden, können effektive Inhalte für Weiterbildungsseminare gefunden werden.

Wie funktioniert E-Learning?

Für den Erfolg von E-Learning ist entscheidend, dass die vermittelten Lerninhalte praxisrelevant sind. Wenn Mitarbeiter mit Informationen bombardiert werden, die keinen Bezug zu ihrem Arbeitsalltag haben, wird das Online-Training den gewünschten Zweck verfehlen.

Die E-Learning-Definition unterscheidet sich daher in diesem Punkt nicht wesentlich von klassischen Schulungen. Mitarbeiter müssen hier wie dort durch das Training motiviert werden und die Verbindung zu ihrem konkreten Arbeitsbereich sehen können.

Unternehmen sollten auch einschätzen, welche Medienkompetenz sie bei ihrer Belegschaft erwarten können. Selbst Mitarbeiter, die den Computer täglich für ihre Arbeit nutzen, könnten mit komplexen Webanwendungen oder der Installation und Bedienung neuer Software überfordert sein. Das Ergebnis ist dann, dass Online-Trainings ohne große Motivation absolviert werden. Zusätzliche Lernressourcen, wie Nachschlagewerke oder andere den Stoff vertiefende Funktionen werden dann links liegen gelassen, weil sie nicht zum Pflichtprogramm gehören.

Um vorzeitiges Desinteresse bei E-Learning-Kursen zu vermeiden, wird empfohlen, die Lerneinheiten in Abschnitte einzuteilen, die jeweils innerhalb von fünf Minuten absolviert werden können. So bleibt die Motivation und Aufmerksamkeit der Nutzer auf einem hohen Level.

Daneben empfiehlt sich beim Aufbau von Online-Kursen, die völlig selbständig durchgeführt werden, auf folgende Punkte zu achten:

  • Am Anfang jedes Lehrpfads sollten die Nutzer über das Lernziel und den Umfang der Lerneinheit informiert werden. So wissen die Lernenden, was sie erwartet und wie lange sie sich dafür Zeit nehmen müssen.
  • Am Ende jeder Lerneinheit sollte ein Selbsttest erfolgen, mit dem die Nutzer selbst überprüfen können, ob sie die Inhalte verstanden haben.
  • Alle Inhalte des Online-Kurses sollten jederzeit zugänglich sein, damit sie auch später immer einfach als Informationsquelle genutzt werden können. Auch alle Tests sollten beliebig oft wiederholbar sein.

Werden diese Ratschläge befolgt, ist Online-Learning ein sehr gutes Mittel, um die eigenen Angestellten zu trainieren.

Warum ist Weiterbildung so wichtig?

In der heutigen Zeit gehören Flexibilität und die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen zu den Soft Skills, die von Angestellten in jeder Branche erwartet werden. E-Learning hat im Vergleich zu traditionellen Seminaren viele positive Aspekte für das Unternehmen, aber auch für die Mitarbeiter:

  • Das Lernen kann zeit- und ortunabhängig erfolgen: Der Nutzer benötigt nur ein Gerät mit Internetverbindung und kann das Training überall und zu jeder Zeit durchführen.
  • Geschäftsreisen zu Fortbildungsseminaren entfallen: Für das Unternehmen bedeutet das eine Kostenersparnis, weil keine Reisekosten anfallen und der Mitarbeiter kürzer bzw. gar nicht ausfällt. Auch den Angestellten ist in der Regel Recht, wenn sie nicht tagelang weit weg von zu Hause an betrieblichen Weiterbildungen teilnehmen müssen.
  • Autonomes Lernen: Die Mitarbeiter sind frei in ihrer Entscheidung, wie sie lernen möchten. Sie können in 5-Minuten-Abschnitten lernen oder die Inhalte als Ganzes in einem Rutsch durcharbeiten. Auch die Wiederholung von einzelnen Modulen oder die Vertiefung von Content, der ihnen wichtig erscheint, ist ohne Probleme möglich.
  • Standardisierte Lerninhalte: Online-Kurse sind im Gegensatz zu Seminaren mit Dozenten für alle Mitarbeiter absolut gleich. So profitieren alle Teilnehmer von der gleichen Qualität und haben, nachdem sie den Kurs abgeschlossen haben, den gleichen Wissensstand.
  • E-Learning ist multimedial: Frontalunterreicht ist nicht jedermanns Sache. Online-Training spricht mit Animationen, Simulationen, Audioinhalten, Hyperlinks und anderen interaktiven Elementen Menschen verschiedener Lerntypen an.
  • Online-Training kann ständig optimiert werden: Es kann aufwändig sein, Dozenten und Lehrkräfte ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Mit E-Learning können Inhalte für alle per Knopfdruck aktualisiert werden.
  • Erfolgskontrolle: Beim E-Learning kann anhand von Statistiken genau ausgewertet werden, welche Module, wie schnell oder wie oft absolviert werden. Bei welchen Fragen scheitern die meisten im Test? Welche Infos werden oft nachgeschlagen? Welche Lerneinheiten werden übersprungen? Alle diese Informationen helfen dabei, Handlungsbedarf zu erkennen und Veränderungen in die Wege zu leiten.
  • Mehrsprachigkeit: Die Übersetzung von E-Learning-Einheiten ist mit Übersetzungsdienstleistern wie Lionbridge problemlos möglich. So können Sprachbarrieren überwunden werden. Außerdem ist sichergestellt, dass bei internationalen Unternehmen in allen Ländern die gleichen Lerninhalte vermittelt werden.

Richtig umgesetzt ist digitales Lernen daher ein wichtiges Element der firmeninternen Fortbildung.

Warum Weiterbildung im Unternehmen?

Weiterbildung ist schon lange ein wichtiges Element jeder Unternehmenskultur. Der Einsatz neuer technischer Mittel und die Einführung effizienterer Arbeitsprozesse ist notwendig, um als Unternehmen erfolgreich zu wirtschaften. Das kann aber nur gelingen, wenn die Mitarbeiter entsprechend trainiert und weitergebildet werden. Technische Innovationen sind nur dann effektiv, wenn sie kompetent eingesetzt werden.

Vor der Zusammenstellung eines Online-Training-Programms sollten Sie allerdings den Lernbedarf für Ihre Belegschaft ermitteln. Compliance-Trainings sorgen in vielen Firmen dafür, bei der Belegschaft ein Bewusstsein für juristische Rahmenbedingungen und Sicherheitsaspekte zu schaffen. Trotzdem kann es sinnvoll sein, durch Fragebögen mehr über die derzeitige Situation am Arbeitsplatz und den Kenntnisstand der Angestellten zu erfahren. So kann auch das digitale Training effektiver gestaltet und verständlicher erstellt werden.

In einem E-Learning-Kurs bleibt die persönliche Interaktion ein wichtiges Element, wenn es darum geht, weitreichende Kenntnisse zu erwerben. Unterstützende Coachings können daher den Lernerfolg fördern.

Stellen Sie auch am Ende immer sicher, dass der Lernerfolg überprüft wird. Die neu erworbene Kompetenz von Mitarbeitern sollte auch im Arbeitsalltag umsetzbar und überprüfbar sein.

Zusammenfassung: Online-Learning bietet für Unternehmen und Mitarbeiter viele Vorteile

Der E-Learning-Begriff verändert sich ständig, da sich die Möglichkeiten von Online-Trainings und Webseminaren ständig erweitern. Die Nutzung von Online-Learning bietet für Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen viele Vorteile, die von erheblicher Kostenersparnis bis hin zu mehr Flexibilität und einer verbesserten Kultur des Lernens im Unternehmen reichen.

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