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Bewertung der Übersetzungsqualität ohne Testübersetzung

Warum eine Testübersetzung nicht der beste Ansatz ist

Alle Sprachdienstleister (Language Service Providers, LSPs) befolgen bestimmte branchenübliche Praktiken, um ihren Kunden Übersetzungen von höchster Qualität zu liefern. Leider haben Sprachdienstleister bei den meisten Tests nicht die Möglichkeit, diese Best Practices wie bei einem echten Projekt anzuwenden. Als Einkäufer von Übersetzungsdienstleistungen sollten Sie unbedingt wissen, warum es in Ihrem eigenen Interesse liegt, einem anderen Ansatz für die Bewertung zu folgen.

Wir empfehlen die folgende 5-Punkte-Methode zur Bewertung der Übersetzungsqualität. Sie spart Ihnen Zeit, minimiert das Risiko und führt letztlich zu einem besseren Verfahren für die Auswahl Ihres Übersetzungspartners.

Bei Testübersetzungen werden alle Regeln gebrochen.

Eine Probeübersetzung mag der einfachste Weg sein, um einen professionellen Übersetzungsdienstleister zu bewerten. Doch sie ist nicht immer aussagekräftig genug. Bevor Sie eine Probe anfordern, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wofür Sie sie benötigen. Was genau möchten Sie überprüfen?

  • Soll getestet werden, wie schnell der Sprachdienstleister liefern kann?
  • Soll geprüft werden, wie gut er mit Ihnen kommunizieren kann?
  • Möchten Sie sehen, wie der Anbieter arbeitet?
  • Oder soll die Qualität des Endprodukts bewertet werden?

Mit einer Testübersetzung können Sie keines dieser Kriterien richtig beurteilen, da hierbei wesentliche Schritte und wichtige Unterlagen ausgelassen werden.

Was bei einer Probeübersetzung unberücksichtigt bleibt:

  • Terminologie
  • Stilleitfaden
  • Schulung
  • Feedback
  • Ressourcen
  • Schnelligkeit

Terminologie

Ein Glossar, das die Terminologie in der/den Zielsprache(n) bestimmt, ist ein entscheidender Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Übersetzung, insbesondere auf hochkomplexen Gebieten wie Videospielen, Medizin und Recht. Die Best Practice besteht darin, ein aktuelles Glossar (falls vorhanden) anzufordern oder selbst zu erstellen und dem Kunden zur Prüfung und Freigabe vorzulegen, bevor mit der eigentlichen Übersetzung begonnen wird. Bei den meisten Testübersetzungen wird weder ein Glossar vom Kunden bereitgestellt noch bleibt genügend Zeit, um eines zu erstellen.

Stilleitfaden

Stilleitfäden für Übersetzungen regeln beispielsweise die Tonalität, den Gebrauch von Terminologie, die Interpunktion, die Satzstruktur sowie Datums-, Zeit und Zahlenformate. Selbst wenn der Kunde nur einen Stilleitfaden in englischer Sprache hat, lässt sich gut darauf aufbauen. Denn der Sprachdienstleister kann damit den Kunden bei der Entwicklung von Stilrichtlinien für weitere Sprachen unterstützen. Ein solcher Leitfaden wird jedoch bei Testübersetzungen nur sehr selten vom Kunden bereitgestellt.

Schulung

Produktschulungen sind für Übersetzer entscheidend, insbesondere wenn es um die Übersetzung von Software, Hardware oder medizinischen Geräten geht. Unternehmen, die qualitativ hochwertige Übersetzungen von ihren Sprachdienstleistern einfordern, investieren dann auch in die Schulung der Übersetzungsteams. Bei Testübersetzungen sind Schulungen in den seltensten Fällen vorgesehen.

Fragen

Im Laufe eines üblichen Übersetzungsprozesses stellen Übersetzer Fragen zum Ausgangstext, um sicherzustellen, dass sie ihn richtig verstehen. Entsprechende Begriffe, Bedeutungen, Absichten usw. werden mit dem Kunden abgeklärt, worauf der Übersetzer die erhaltenen Informationen in die eigene Arbeit einfließen lässt. (Alle Übersetzer erhalten diese klärenden Antworten.) Während einer Testübersetzung gibt es nur selten einen Austausch von Fragen & Antworten. Daher müssen die Übersetzer oft raten und hoffen, dass ihre Annahmen richtig sind.

Fachexperten/Ressourcen

Sprachdienstleister, die qualitativ hochwertige Übersetzungen liefern wollen, bemühen sich intensiv darum, Übersetzer zu finden, die Fachexperten in bestimmten Bereichen sind. Diese Experten sind sehr gefragt und werden lange vor Projektbeginn gebucht, um sicherzustellen, dass sie den Kunden bei Bedarf auch wirklich zur Verfügung stehen. Viele Übersetzungsdienstleister verfügen über eine große Datenbank von Übersetzern verschiedener Fachbereiche.

Diese Experten werden in der Regel von anderen bezahlten Projekten abgezogen, um einen Test mit kurzer Lieferzeit zu absolvieren. Das widerspricht so ziemlich allen Best Practices. Ironischerweise werden die meisten Testübersetzungen von Kunden mit sehr speziellen Inhalten beauftragt, die im Rahmen einer Probe äußerst schwierig zu handhaben sind.

Schnelligkeit

Häufig verlangen Kunden von den Sprachdienstleistern, dass Testübersetzungen innerhalb von zwei oder drei Tagen durchgeführt werden. Dies lässt dem Übersetzungsteam nicht genug Zeit, um alle wesentlichen Schritte auszuführen. In der Regel werden Kickoffs und andere informative Gespräche ausgelassen. Meist haben die Übersetzer auch keine Gelegenheit, dem Kunden Fragen zu stellen. Außerdem ist es fast unmöglich, die richtigen Fachexperten ohne ausreichende Vorlaufzeit zu finden. Im Rahmen einer etablierten Geschäftsbeziehung hätte der Anbieter bereits Experten an der Hand, die mit dem Kunden vertraut sind. So kann er viel schneller reagieren.

Wie kann ein Kunde also die Qualität eines Sprachdienstleisters beurteilen? Hier unsere Empfehlung.

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Unser 5-Punkte-Ansatz zur Bewertung der Übersetzungsqualität (ohne Testübersetzung)

1. Fragen Sie nach Proben von ähnlichen Kunden.

Die Durchsicht früherer Übersetzungsprojekte für Ihre Branche wird Ihnen helfen, die von dem Sprachdienstleister gelieferte Qualität zu beurteilen. Nehmen wir zum Beispiel an, Sie sind Projektmanager in einem SaaS-Unternehmen (Software-as-a-Service). Vielleicht fragen Sie nach Beispielen für technische Dokumentation, Website-Inhalte und Online-Hilfen, um einzuschätzen, ob der Dienstleister ein hochtechnisches Projekt durchführen kann.

2. Genaue Prüfung des Prozess- und Projektmanagements.

Stellen Sie während des ersten Gesprächs die folgenden Fragen:

  • Verfügt der Sprachdienstleister über dokumentierte Prozesse für die Projektvorbereitung, Qualitätssicherung und Projektmethodik?
  • Befolgt er den eigenen Prozess konsequent?
  • Wie kontrolliert das Projektmanagement des Sprachdienstleisters die Qualität?
  • Wie sieht es mit der Pünktlichkeit der Lieferungen aus?

3. Machen Sie deutlich, wie Ihre Erfolgskriterien aussehen.

Definieren Sie Erfolg innerhalb Ihrer Organisation und vergewissern Sie sich, dass der Sprachdienstleister weiß, welche Ressourcen Sie benötigen, um den Erfolg des Projekts zu gewährleisten. Fragen Sie nach Informationen zur Ressourcenbereitstellung, die die Fähigkeit des LSP, die richtigen Ressourcen zu sichern, belegen. Stehen genügend Sprachexperten und Projektmanager in einem Zeitrahmen zur Verfügung, der Ihren Vorgaben entspricht?

Two people laughing in front of a desktop computer

4. Geben Sie ein kleines bezahltes Pilotprojekt in Auftrag.

Wenn es wichtig ist, die Arbeit eines Sprachdienstleisters an einem realen Auftrag zu bewerten, sollten Sie mit einem kleinen, realistischen Projekt beginnen. Sie können den Zeit- und Kostenaufwand für die Bewertung der Materialien kontrollieren, indem Sie Sprachdienstleister in die engere Wahl nehmen und nur zwei von ihnen mit der Durchführung des Pilotprojekts beauftragen. Bitten Sie dann den Sprachdienstleister, Übersetzungen anzufertigen, die Sie tatsächlich verwenden werden, damit Sie kein Geld für die erneute Beauftragung bereits übersetzter Materialien ausgeben müssen.

Bevor Sie einen Ausgangstext in Ihr Pilotprojekt aufnehmen, sollten Sie einige Punkte beachten:

  • Er sollte die typische Textsorte repräsentieren, die Sie übersetzen müssen, d. h. er sollte so repräsentativ wie möglich für die Materialien sein, die Sie üblicherweise übersetzen. Er darf durchaus mehrere Fachgebiete abdecken (z. B. Marketing, Recht, Technik).
  • Der Umfang eines Ausgangstextes oder einer Gruppe von Texten sollte nicht mehr als 1.000 Wörter betragen (idealerweise weniger als 500 Wörter). Andernfalls sind der Arbeitsaufwand und Ihre internen Kosten zu hoch. Wenn Sie ein Pilotprojekt in Auftrag geben, das mehr als 1.000 Wörter umfasst, setzen Sie auf Quantität statt auf Qualität.
  • Testübersetzungen sollten aus denselben Gründen maximal fünf Zielsprachen umfassen. Sie sollten die Gesamtqualität des Ansatzes des Sprachdienstleisters beurteilen, anstatt Übersetzungen in Sprachen zu bewerten, die Sie möglicherweise nie benötigen. Mit anderen Worten: Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernsprachen.
  • Entscheiden Sie, welche Mitglieder Ihres Teams die Übersetzungen prüfen sollen. Achten Sie darauf, dass sie die Zielsprache als Muttersprachler beherrschen und über Sprachkenntnisse auf Hochschulniveau verfügen. Muttersprachler zu sein, reicht in der Regel nicht aus.

5. Fragen Sie, wie der LSP die Qualität der Übersetzung sichert und misst.

Gehen Sie ins Detail und stellen Sie die richtigen Fragen:

  • Verwendet der LSP Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators, KPIs) für Qualität?
  • Stützt er sich bei der Qualitätsbewertung auf Branchenstandards, z. B. SAE J2450, Multidimensional Quality Metrics (MQM), Dynamic Quality Framework (DQF), oder auf eigene Methoden?
  • Gibt es ein reguläres Verfahren zur Überprüfung der Sprachqualität, mit dem die Qualität der Ausgangstexte sichergestellt wird?
  • Benutzt er automatisierte Tools zur Überprüfung der Dokumentenqualität, die in seine Produktionsabläufe integriert sind?
  • Gibt es ein Online-Review-Tool, mit dem Kunden und Korrekturleser interagieren können?
  • Verfügt er über ein Feedback-Management-Verfahren und -System?

Ein guter LSP wird Sie über seine Strategie zur Sprachqualität und deren nachhaltige Umsetzung in die Praxis informieren können.

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