Erfolgreiches E-Learning in Unternehmen

3 Beispiele wie Sie Ihr Corporate-Training effektiver gestalten

Zuletzt aktualisiert am: November 7, 2019 12:28PM

Immer mehr Unternehmen erkennen, dass sie die Angestellten auf die digitale Transformation ihres Arbeitsplatzes vorbereiten müssen. Bei einer Untersuchung von Bitkom Research gaben 99 % der Unternehmen an, dass lebenslanges Lernen immer wichtiger werde. In der gleichen Studie wurde aber auch festgestellt, dass Beschäftigten von ihren Arbeitgebern im Durchschnitt nur 2,3 Tage pro Jahr für die berufliche Weiterbildung gewährt wurden.

Große Unternehmen haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt. So wird Siemens 100 Millionen Euro in die Weiterbildung investieren, um seine Angestellten für die Digitalisierung fit zu machen. Aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen wird das Thema Fortbildung in den kommenden Jahren einen immer größeren Stellenwert erhalten.

Wie lassen sich aber die Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz, die sich nur durch ständige Weiterentwicklung und Fortbildung erfüllen lassen, mit den beruflichen Gegebenheiten vereinbaren? Eine Antwort können Online-Schulungen für Unternehmen sein.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, was erfolgreiches E-Learning in Unternehmen ausmacht, und wir zeigen Ihnen anhand von drei Beispielen, wie Sie Ihr Corporate-Training effektiver gestalten können.

Was ist ein Online-Seminar?

Ein Online-Seminar ist eine multimediale Schulung, die im Internet stattfindet. Wie sich solche Seminare als Firmentraining einsetzen lassen, hängt von den Zielen ab, die Sie damit erreichen möchten. Bevor Sie ein Corporate-Training erstellen, sollten Sie daher genau erörtern, warum es durchgeführt wird und was sich durch dieses Training verändern soll.

Es ist eine Binsenweisheit, dass Menschen Gewohnheitstiere sind und Veränderungen daher Zeit brauchen. Der Psychologe Kurt Lewin entwickelte in der Mitte des letzten Jahrhunderts eine Theorie, wie Veränderungen in sozialen Gruppen angestoßen werden. In seinem bekannten Drei-Phasen-Modell unterscheidet er folgende Stadien einer Veränderung:

  • Auflockern oder Auftauen (engl. „Unfreezing“): In dieser Phase werden die Innovationen vorbereitet, die betroffenen Personen werden über die bevorstehenden Veränderungen informiert, d. h. worin sie bestehen, wie sie durchgeführt werden und inwieweit sie jeden Einzelnen betreffen. Die Einführung von Neuerungen kann nur erfolgreich sein, wenn die Beteiligten von deren Vorteilen überzeugt werden können bzw. klar die Nachteile verstehen, wenn alles so bleibt, wie es ist.
  • Hinüberleiten oder Bewegen (engl. „Moving“): Im zweiten Schritt werden die Veränderungen eingeführt. Die Anpassung an neue Gegebenheiten fällt vielen nicht leicht, daher braucht diese Phase viel Zeit. Die betroffenen Personen benötigen Unterstützung durch geschultes Personal, um Frustration und Fehlentwicklungen zu vermeiden. Der Einführungsprozess muss daher genau überwacht und bei Bedarf optimiert werden.
  • Verfestigen oder Einfrieren (engl. „Freezing“): In der letzten Phase müssen sich alle Beteiligten an die Veränderung gewöhnen. Die Neuerungen sollten allen in Fleisch und Blut übergehen, so dass niemand auf die Idee kommt, die alten Prozesse wieder aufzugreifen. Wichtig ist in diesem Stadium auch, Feedback ernst zu nehmen. Wenn etwas noch nicht rundläuft, muss das offen und transparent angegangen werden.

Welches Mitarbeitertraining geeignet ist, hängt nicht nur von der Art der Veränderung ab, die eingeführt werden soll, sondern auch davon, in welcher Phase der Veränderung das Training stattfindet. Geht es darum, eine große Umwälzung im Unternehmen vorzubereiten? Zum Beispiel bei der Einführung neuer Unternehmenswerte oder bei Umstrukturierungen? Oder liegt der Fokus auf den Veränderungen selbst, wie bei der Etablierung von neuen Arbeitsprozessen oder der Anschaffung neuer Maschinen?

Wie funktionieren Online-Seminare?

63 % der deutschen Firmen setzen bei ihren Weiterbildungsmaßnahmen inzwischen auf eine Mischung aus Online- und Präsenzseminaren. Bei Mitarbeitern, die klassische Fortbildungen gewohnt sind, kann eine Online-Schulung möglicherweise zuerst Skepsis hervorrufen. Dabei hat das E-Learning in Unternehmen auch für die Angestellten selbst meist große Vorteile.

Sorgen Sie deshalb dafür, dass die Lernumgebung Ihre Angestellten motiviert und das Training in einem positiven Kontext abläuft, in dem Nachfragen jederzeit möglich und sogar gewünscht sind. Wenn die meisten Kollegen von einer neuen Lernmethode überzeugt sind, werden sie die Haltung anderer Mitarbeiter positiv beeinflussen.

Speziell für das E-Learning wurde in den 80ern das sogenannte ARCS-Modell entwickelt. Dieses Modell beschreibt, wie in vier Schritten die Motivation zur Erreichung eines Lernziels erhöht werden kann:

  • Aufmerksamkeit (engl: attention)
  • Relevanz (engl: relevance)
  • Erfolgszuversicht (engl: confidence)
  • Zufriedenheit (engl: satisfaction)

Ein effektives Online-Training sollte für jeden dieser Schritte eine bestimmte Lernmethode bereithalten. Aufmerksamkeit lässt sich etwa durch interaktive Lernelemente oder Simulationen wecken. Relevanz ergibt sich durch Lerninhalte, die im Arbeitsalltag anwendbar sind. Erfolgszuversicht entsteht durch regelmäßiges Feedback und ständig verfügbare Hilfe. Wurde das Training erfolgreich absolviert, kann das Gelernte angewendet werden. Die Teilnehmer sind dann zufrieden und bereit für den nächsten Lernschritt.

Online-Seminare können auf sehr viele Funktionen zurückgreifen, um Lerninhalte interessant und lebendig zu gestalten. Die Präsentation sollte dabei aber niemals Selbstzweck sein. Eine einfache Grafik kann durchaus ausreichen, um einen Sachverhalt zu verdeutlichen. Interaktive Elemente und Videos bieten sich für komplexe Zusammenhänge an. Die Teilnehmer sollten aber niemals überfordert werden. Die Bedienung muss stets intuitiv sein – schließlich will niemand lange suchen, um die Schaltfläche zu finden, mit der es weitergeht.

Oft funktionieren Online-Seminare am besten, wenn sie mit klassischen Seminaren kombiniert werden, in denen Inhalte diskutiert oder mit Rollenspielen praktisch erprobt werden können.

Auch Webinare, die in einem virtuellen Klassenzimmer stattfinden, sind eine beliebte Methode des Online-Learnings. Hier können die Teilnehmer, wenn es sich um Live-Veranstaltungen handelt, sofort bei Dozenten nachfragen. So profitieren sie von den Vorteilen klassischer Seminare im virtuellen Raum.

Was bedeutet E-Learning?

Digitale E-Learning-Angebote machen die Weiterbildung in Unternehmen nicht nur einfacher und flexibler, sie bieten auch völlig neue Möglichkeiten für den Wissenstransfer. Klassische Seminare waren zeitlich beschränkt und meist an einen Raum gebunden. Im digitalen Zeitalter können viele dieser Beschränkungen umgangen werden. Hier drei Beispiele, wie E-Learning die Fortbildung effektiv voranbringen kann:

  • Gamification: Gamification konzentriert sich auf den Spaßfaktor beim Lernen. Statt Lerninhalte stur zu pauken, werden sie so aufbereitet, dass sie im wahrsten Sinne spielend erlernt werden können. Das Wissen wird nicht nur schriftlich, sondern auch visuell oder akustisch vermittelt. Viele Sinneseindrücke unterstützen dabei den Lernerfolg. Unter Umständen können sich Kollegen auch untereinander messen. Das fördert den Austausch und die Diskussion über Themen, die beim E-Learning vermittelt wurden.
  • Virtuelle Realität: Was früher nur vor Ort über Praktika oder Ausflüge möglich war, lässt sich heutzutage dank neuester Technologie auch virtuell vermitteln. In der virtuellen Realität können sich Teilnehmer ein ganz anderes Bild machen und unter Umständen sogar zupacken.
  • Smartphone-Apps: Auch Lern-Apps werden immer häufiger verwendet. Sie unterstützen ein regelmäßiges Lernen, das auch ganz einfach zwischendurch stattfinden kann. Durch ständige Wiederholungen bleibt das Erlernte so besser im Gedächtnis. Da die Lerneinheiten sehr kurz sind, braucht es nicht viel Motivation, um sie anzugehen. Smartphones sind inzwischen immer dabei und damit auch die Lern-Apps.

Die Digitalisierung stellt auch für die berufliche Weiterbildung in Unternehmen eine große Chance dar. Angestellte können auf völlig neue Arten trainiert und gefördert werden – und diese neuen digitalen Möglichkeiten sind oft kostengünstiger als tagelange Seminare in einem Konferenz-Center.

Worauf müssen Sie bei Online-Trainings in Unternehmen achten?

Die Erstellung von Online-Seminaren ist keine leichte Aufgabe. Trainingsprogramme sind nur dann effektiv, wenn sie den Lernstoff detailliert und gleichzeitig ansprechend vermitteln, damit die Mitarbeiter zum Lernen motiviert werden. Gleichzeitig sollten sich auch die Unternehmenswerte in den Schulungen widerspiegeln und interne Vorgaben eingehalten werden. Das alles erfordert viel Erfahrung und eine gründliche Vorbereitung.

Zu Beginn sollten Sie daher Ihre eigenen Erwartungen ausformulieren und festlegen, welche konkreten Ziele mit dem Online-Training erreicht werden sollen. Zur Erstellung Ihrer Schulung können Sie eine E-Learning-Plattform für Unternehmen verwenden. Allerdings sind die angebotenen Inhalte auf solchen Websites oft nur begrenzt anpassbar. Für die Entwicklung von Online-Schulungen mit spezifischen Inhalten ist es daher ratsam, erfahrene Agenturen mit ins Boot zu holen, die die Firma unterstützen können.

Lionbridge ist ein erfahrener Dienstleister in Sachen Corporate-Training und E-Learning. Die angesehene Experten-Website Training Industry empfahl Lionbridge 2019 als eine der 20 besten Training Outsourcing Companies. Der Kundenkreis von Lionbridge umfasst Firmen aus aller Welt und reicht vom verarbeitenden Gewerbe über Finanzdienstleister und Beraterfirmen bis zu Telekommunikationsunternehmen und der Automobilindustrie.

Mit den Online-Seminaren von Lionbridge können Unternehmen die Effektivität von Verkaufsmaßnahmen erhöhen, die Kundenzufriedenheit steigern, die Kosten für Support senken oder auch für die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften sorgen. Dazu werden Trainingsmethoden auf dem neuesten Stand der Technik verwendet. Neben klassischen Unterrichtsmaterialien und Anleitungen umfasst das Angebot auch Videos, mobile E-Learning-Lösungen und Virtual-Reality-Programme. Darüber hinaus kommt KI-Technologie zum Einsatz, zurzeit wird z. B. der Einsatz von Sprachassistenten und Wearables für Schulungen erprobt.

Zum Portfolio von Lionbridge gehört auch Blended Learning, das E-Learning mit klassischen Seminaren und Lernmethoden kombiniert. Dabei werden auch neue Trends in die Trainings miteinbezogen, z. B. Escape Rooms. Bei Escape Rooms muss ein Team den Ausweg aus einem Raum finden, indem es gemeinsam Rätsel oder Problemstellungen löst.

Die Wurzeln von Lionbridge sind Sprach- und Übersetzungsdienstleistungen. Online-Trainings können daher problemlos so übersetzt und adaptiert werden, dass sie auch in anderen Regionen der Welt einsetzbar sind.

Unterstützung durch erfahrene Dienstleister

Unternehmen, die sich ständig weiterentwickeln und neue Trends für sich nutzen möchten, müssen die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter lancieren. Innovationen können nur von einer Belegschaft entwickelt und umgesetzt werden, die offen für die Zukunft und neugierig auf neue technische Möglichkeiten ist. Fortbildungsmaßnahmen werden daher als Teil der Unternehmenskultur immer wichtiger.

Für den Erfolg der betrieblichen Weiterbildung ist entscheidend, dass Trainings effektiv sind und von den Angestellten akzeptiert werden. Daher sollten Sie on- und offline die neuesten Lernmethoden verwenden. Erfahrene Dienstleister wie Lionbridge können Sie dabei unterstützen und den Grundstein für eine erfolgreiche Lernkultur in Ihrem Unternehmen legen.

Kontaktieren Sie uns und erfahren Sie, wie unser E-Learning-Team und unsere Übersetzungs-Technologien zu Ihrem weltweiten Erfolg beitragen.