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LEP-Patienten bei einer telemedizinischen Konsultation

Sind Sie auf den SPEAK Act vorbereitet?

Was Leistungserbringer und Kostenträger über Language Access im Gesundheitswesen wissen müssen

Kostenträger und Leistungserbringer im Gesundheitswesen müssen jetzt mit der Vorbereitung auf das Inkrafttreten des SPEAK Act beginnen. Tatsächlich gibt es mehrere Gesetze, die üblicherweise als SPEAK Act bezeichnet werden. Im Februar 2026 wurde jedoch ein neues Gesetz verabschiedet, das den Language Access im Gesundheitswesen regelt. Der SPEAK (Supporting Patient Education and Knowledge) Act definiert Language Access als zentrales Element der klinischen Infrastruktur und als entscheidenden Faktor für bessere Behandlungsergebnisse bei Patienten mit eingeschränkten Englischkenntnissen (LEP, Limited English Proficiency). LEP-Patienten bilden einen bedeutenden Teil der Patientenpopulationen, die täglich von Gesundheitsdienstleistern und Kostenträgern betreut werden. In den USA gibt es etwa 26 Millionen Erwachsene mit eingeschränkten Englischkenntnissen (Limited English Proficiency, LEP). In einigen Bundesstaaten sind 10, 13 oder gar 17 % der Bevölkerung Personen mit eingeschränkten Englischkenntnissen. Damit diese Versicherten und Patienten angemessen betreut werden können, müssen die Dolmetsch- und Übersetzungsservices für das Gesundheitswesen ausgebaut werden. Unser Blog enthält weitere Informationen zum SPEAK Act und erläutert, worauf Sie sich mit welchen Maßnahmen vorbereiten müssen.

Was ist der SPEAK Act?

Dieses Gesetz soll die Patientenaufklärung und den Zugang zu gesundheitsrelevanten Informationen verbessern. Patienten sollen in Gesundheitsfragen befähigt werden, indem sie mittels Sprachservices für das Gesundheitswesen alle relevanten Informationen in ihrer eigenen Sprache erhalten und auf deren Grundlage fundierte Entscheidungen treffen können.

Patienten lesen Unterlagen

Wen betrifft der SPEAK Act?

Dieses Gesetz verpflichtet Anbieter von Telemedizinleistungen und Technologien zur Vermittlung von gesundheitsrelevanten Technologien, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das Gesundheitswesen besteht u. a. aus Krankenhäusern, Kliniken, Fachpersonal und Gesundheitsämtern. Auch Kostenträger (öffentliche und private Krankenversicherungen) sind von dieser Gesetzgebung betroffen. Sie müssen an der Entwicklung der Leitlinien des US-Gesundheitsministeriums mitwirken und die beschriebenen höheren Anforderungen an den Language Access im Gesundheitswesen erfüllen.

Wann müssen Gesundheitssysteme und Kostenträger Maßnahmen ergreifen, um den Language Access im Gesundheitswesen zu verbessern?

Das US-Gesundheitsministerium ist verpflichtet, bis Februar 2027 Leitlinien zum SPEAK Act zu veröffentlichen. Gesundheitsdienstleister und Kostenträger sollten aber die antizipierten Änderungen schon jetzt in ihre Planungen einbeziehen. Für die Umsetzung gelten kurze Fristen. Deshalb werden folgende Vorbereitungen empfohlen:

  • Prüfung der aktuellen Infrastruktur für Language Access bei telemedizinischen Konsultationen
  • Ermittlung etwaiger Schwachstellen in den fünf Schwerpunktbereichen des SPEAK Act:
    • Dolmetschen in der Telemedizin
    • Verfügbarkeit der Anleitungen zur Nutzung von Telemedizinplattformen
    • Digitale Patientenportale für Personen mit eingeschränkten Englischkenntnissen
    • Videodolmetschen in der Telemedizin
    • Barrierefreie Unterlagen (Terminerinnerungen, Verschreibungen usw.)
  • Strategien zum Schließen identifizierter Lücken

Der SPEAK Act definiert einen Rahmen, den Gesundheitsdienstleister und Kostenträger in diesem Evaluierungsprozess nutzen können. Dieser Rahmen sieht Beantwortung folgender Fragen vor:

  • Unterstützt Ihre Telemedizinplattform Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern, sodass Dolmetscher für medizinische Belange eingebunden werden können?
  • Kann medizinisches Personal innerhalb kurzer Zeit einen qualifizierten Dolmetscher für medizinische Belange einbinden, ohne dass dies die klinischen Abläufe stört?
  • Ist der Zugang zu Dolmetschern über die Patientenakte möglich?
  • Kann Ihr Patientenportal von LEP-Patienten in deren Muttersprache genutzt werden? Wie hoch ist der Prozentsatz der Patienten mit eingeschränkten Englischkenntnissen, für die dies problemlos möglich ist?
  • Können LEP-Patienten, Fachpersonal und Angehörige problemlos in ihrer Muttersprache auf Behandlungsergebnisse, Anweisungen und Mitteilungen zugreifen?
  • Welche Sprachen sind für Ihre Patientenpopulation relevant? Wird dieser Sprachbedarf durch Dolmetsch- und Übersetzungsservices für medizinische Belange gedeckt?
  • Können LEP-Patienten, Fachpersonal und Angehörige problemlos auf Terminerinnerungen, Entlassungsanweisungen und Verschreibungen zugreifen?
  • Welche Strategie verfolgen Sie derzeit, um den Language Access im Gesundheitswesen für die größten nicht-englischsprachigen Patientenpopulationen sicherzustellen?
Patienten prüfen Anmeldeunterlagen

Welche Schritte können Gesundheitsdienstleister und Kostenträger bereits jetzt unternehmen?

Sie können ihre Systeme evaluieren und mit Sprachdienstleistern für Language Access im Gesundheitswesen zusammenarbeiten, die Unterstützung in Bezug auf die Compliance leisten können.

  1. Stellen Sie möglichst bald fest, ob Ihre Plattform für Dolmetschservices im Gesundheitswesen geeignet ist. Bedenken Sie, dass die Implementierung der folgenden Funktionen zeitintensiv ist:
    • Videotelefonie mit mehreren Teilnehmern 
    • API-Integration für Language-Access-Plattformen
    • Automatisierung der Dokumentation
  2. Nur wenn Sie bereits jetzt Plattformanbieter einbeziehen, kann der Language Access rechtzeitig auf die Umsetzung des SPEAK Act abgestimmt werden. 
  3. Stimmen Sie sich mit dem aktuellen Anbieter von Übersetzungs- und Dolmetschservices für das Gesundheitswesen ab, oder entscheiden Sie sich für einen neuen Partner, der über die nötigen Kenntnisse verfügt und Sie bei der Einhaltung der kommenden Leitlinien des US-Gesundheitsministeriums unterstützen kann.

Kontakt

Wie bereiten Sie sich auf den SPEAK Act vor? Benötigen Sie einen Sprachpartner, der die Compliance sicherstellt, zugleich die Kosten für Sprachservices senkt und die Herstellung von Verbindungen mit KI-Lösungen beschleunigt? Sprechen Sie uns an.

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VERFASST VON
Sam Keefe und Belinda Hilbert, Healthcare Sales Director

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